„Sicherheit, Ehrenamt und der Dienst am Nächsten“

Veröffentlicht am 14.01.2016 in Veranstaltungen

Mit Innenminister Reinhold Gall und Kultusminister Andreas Stoch

mit Innenminister Reinhold Gall und Kultusminister Andreas Stoch

Donnerstag, 14. Januar 2016 um 19:00 Uhr Hammerschmiede, Herwartstraße, Königsbronn.

Viele Besucher waren nach Königsbronn gekommen

Volles Haus in der Königsbronner Hammerschmiede. Dabei viele Uniformen von Männern und Frauen aus der Polizei, den Rettungsdiensten, dem Technischen Hilfswerk und auch aus dem DLRG.

Baden-Württemberg ist ein Land, in dem von seinen Bürgerinnen und Bürgern das „Ehrenamt“ in beispielhafter Weise praktiziert wird.

Bürgermeister Stütz brachte in seinem Grußwort, das er zu Beginn der Veranstaltung hielt einen sehr guten Vergleich, als er auf die großartige Veranstaltung „Lichtermeer“, die die Gemeinde Königsbronn einmal im Jahr am Itzelberger See durchführt. Ohne die Mitarbeit der zahlreichen Blaulichtorganisationen wäre die Veranstaltung schlicht nicht durchführbar, da so viele Menschen kämen.

 

Kultusminister Andreas Stoch bei seiner Begrüßung

Weiter ging es Schlag auf Schlag: Nach der Begrüßung durch Kultusminister Andreas Stoch, der konstatierte: „Es ist wohl das Schicksal vieler Ehrenamtlicher, allzu oft nur als Selbstverständlichkeit wahrgenommen zu werden.“

In diese Kerbe stieß auch Uli Steeger, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Steeger stellte an Innenminister Gall die Frage, wie sich die Feuerwehr verhalten solle, wenn sich Personen engagieren wollen, die nur mangelhaft die deutsche Sprache beherrschen würden? Gall antwortete ihm, dass die deutsche Sprache zwar sehr wichtig für Einsätze sei, allerdings würde er jedem die Türe öffnen, der einen Sprachkurs gemeistert habe. Bei der Polizei hätten mittlerweile 25 Prozent der Beamten Migrationshintergrund, bei 27 Prozent in der Bevölkerung. Man mache damit sehr gute Erfahrungen.

Andreas Stoch stellte fest, dass die Schule ein wichtiger Bereich sei, um Kinder zu erreichen und stellte die Frage an DRK-Geschäftsführer Brodbeck, was das Rote Kreuz mache, dass es leistungsfähig bleibe.

Der DRK-Geschäftsführer wies darauf hin, dass das DRK schon im Kindergarten und in den Grundschulen versuche spielerisch auf ein Engagement hinzuarbeiten. Der Schulsanitätsdienst sei dabei so wichtig, dass man dafür eine hauptamtliche Stelle bereitstelle.

 

Innenminister und Feuerwehrmann Reinhold Gall lobt die Arbeit der Blaulichtorganisationen

Ulrich Karle, der Vorsitzende der DLRG-Gruppe in Giengen wies darauf hin, dass die Zahl der Ertrinkungstoten in Baden-Württemberg so hoch sei, wie in kaum einem anderen Bundesland. In Deutschland würden in jedem Jahr 46 Bäder geschlossen, wo solle die DLRG ihre Ausbildung anbieten?

Innenminister Gall teilte die Meinung nicht, dass die Zahl der Toten nur von der Schließung der Bäder abhänge. Auch große Unterschiede im Freizeitverhalten seien ebenfalls ausschlaggebend. Bäder zu erhalten sei Sache der Kommunen, dort werde entschieden, für was man das Geld ausgeben würde, für einen schönen Kreisel in der Ortsmitte oder für ein Lehrschwimmbecken.

 

Das Podium diskutiert miteinander und mit den Besucherinnen und Besuchern

Die Debatte war intensiv und sehr zielgerichtet. Alle Mitglieder des Podiums waren sich darüber einig, dass die Hilfsorganisationen noch besser unterstützt werden müssten. Die beiden Minister dankten den Mitgliedern der Blaulichtorganisationen sehr für ihr Engagement und ihre Arbeit.

Homepage SPD Kreisverband Heidenheim

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