
Der politische Wille zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der Brenzbahn ist vorhanden, die Weichen sind sozusagen auf Zukunft gestellt. Dagegen sieht der Brenzbahn-Kunde sich im gegenwärtigen Alltag oftmals auf Abstellgleis gestellt.

Der politische Wille zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der Brenzbahn ist vorhanden, die Weichen sind sozusagen auf Zukunft gestellt. Dagegen sieht der Brenzbahn-Kunde sich im gegenwärtigen Alltag oftmals auf Abstellgleis gestellt.
Leider müssen Bahnreisende wiederholt in den letzten Wochen vermehrt und teilweise täglich deutliche Verspätungen (mal 10, mal 20 Minuten), komplette Zugausfälle oder auch „halbe Züge“ mit entsprechendem Gedränge in Kauf nehmen. In den Schnellzügen sollten die Klimaanlagen funktionieren, weshalb die Fenster zum Öffnen gesperrt sind. Die Realität sieht jedoch oftmals so aus, dass die Klimaanlage defekt ist und die Fahrgäste in stickiger Hitze ausharren müssen.
Mit der Bereitstellung von modernerem Zugmaterial im Frühjahr wurden Hoffnungen geweckt, dass damit die mit veraltetem Zugmaterial begründeten Ausfälle und Verspätungen ein Ende haben. Diese Versprechungen haben sich nicht erfüllt. Neben Problemen mit dem Zugmaterial (z. B. Motorschaden) kommen nun noch Stellwerksstörungen hinzu (siehe Presseartikel v. Donnerstag und Samstag letzter Woche).
Diese unhaltbaren Zustände auf der Brenzbahn nimmt die SPD-Fraktion im Heidenheimer Kreistag zum Anlass, hier seitens der Verantwortlichen eine sofortige Verbesserung einzufordern. Die SPD weist darauf hin, dass die Brenzbahn nicht nur eine wichtige Funktion im Schüler- und Berufsverkehr des Landkreises hat, sondern auch für Geschäftsreisende, für den Tourismus sowie für viele Landkreisbewohner im Alltag ein bedeutendes Verkehrsmittel darstellt. Die in den letzten Jahren gestiegenen Fahrgastzahlen wäre ein deutliches positives Zeichen.
„Wenn sich die Zuverlässigkeit nicht schnell bessert, ist ein Rückgang bei den Abo-Kunden und den Fahrgastzahlen insgesamt nicht auszuschließen“ ahnt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Hans-Dieter Diebold (Hermaringen).
Mit einem entsprechenden Initiativ-Antrag im Kreistag am 11.7.2016 wird die SPD-Fraktion den Landrat und die Landratsverwaltung bitten, bei den Betreibern der Strecke, die Bahn-Tochter DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) vorstellig zu werden, um die permanenten technischen Störungen abzustellen. Gleichzeitig wird gefordert, dass der Landkreis Heidenheim beim grünen Verkehrsminister Hermann vorstellig wird und darauf dringt, über die vertraglichen Regelungen die Schlechtleistung des Betreibers zu ahnden.
Gez. Hans-Dieter Diebold Clemens Stahl
Kreisrat Fraktionsvorsitzender
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