SPD Senioren bei der Landeswasserversorgung in Dischingen

Veröffentlicht am 08.10.2018 in Arbeitsgemeinschaften

Die SPD-Senioren bei der Landeswasserversorung in Dischingen

Sehr gute Trinkwasserqualität ein Menschenrecht – Ostwürttembergs SPD-Senioren zu Besuch bei der Landeswasserversorgung in Dischingen

 

Marga Elser, 1. Vors. der SPD- AG 60+ im Ostalbkreis lud auch die Heidenheimer SPD-Senioren zum Besuch des Egau-Wasserwerks am 4. Oktober in Dischingen ein.

 

Die Bundestagsabgeordnete und 1. Vors. der SPD Baden-Württembergs Leni Breymaier begleitete die große Besuchergruppe. Empfangen wurde sie in Dischingen vom Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Landeswasserversorgung Baden-Württembergs, Bernhard Röhrle. Er führte durch alle Kulissen der Wasseraufbereitungsanlage der großen Karstquelle im Egautal. Die Schüttung der Buchbrunnenquelle liegt im Durchschnitt bei 1000 l pro Sekunde, sie versorgt damit 400 000 Menschen mit Trinkwasser. Zusammen mit anderen Trinkwassergewinnungsanlagen beziehen durch die LW sogar 3 Millionen Menschen ihr Wasser. Dies geschieht über ein Leitungsnetz von 750 km Länge, das über Heidenheim, Aalen bis Ellwangen, das Remstal über Schwäbisch Gmünd bis ins Neckarland reicht. Beeindruckende Zahlen, die Bernhard Röhrle den SPD-Mitgliedern mitteilte. Gefallen hat diesen, dass die vom letzten König Württembergs gegründete LW heute den Kommunen im Liefergebiet gehört und diese im Schnitt 70 % ihres Wasserverbrauchs durch die LW erhalten, den Rest durch eigene Gewinnungsanlagen leisten. Damit ist eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet, die nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern dem Gemeinwohl dient – das zentrale SPD-Ziel seit ihrer Gründung.

 

Die Buchbrunnenquelle hat von Anfang an Trinkwasserqualität. Beweis sind sehr empfindliche weiße Kleinkrebse, die in der gefassten Karstquelle; einem Wasserdom von 28 m Durchmesser, leben. Eine Trinkprobe dieses schmackhaften Quellwassers konnten die Besucher verkosten. Trotz deren Reinheit gibt es eine mehrstufige Wasseraufbereitung, die vollautomatisch läuft, um eine Minderung der Qualität etwa durch Unfälle im Bereich von Dolinen, die Gefahren der Autobahn A7, die durch das Wasserschutzgebiet der Karstquelle führt, sowie Wetterzwischenfälle auszuschalten. Dem harten Karstwasser wird ein Teil des gelösten Kalks entnommen, die Eingabe von Ozon tötet Keime und baut organische Substanzen ab. Dieses im Grunde saubere Wasser durchläuft dennoch eine hochkomplexe Filteranlage aus Hydroanthrazit, Quarzsand und Stützkies, am Ende holt Aktivkohle auch mögliche Spritzmittelspuren aus dem Wasser. Als weitere Vorsorgemaßnahme wird dem Trinkwasser noch etwas Chlordioxid beigegeben. Dieser kostspielige Betrieb führt dennoch zu dem günstigen Abgabepreis von 60 C pro 1000 l sauberes Trinkwasser an die angeschlossenen Verbandsgemeinden. Die Besucher konnten alles besehen, sie waren beeindruckt von der hochtechnischen riesigen Anlage und der Vorsorge der LW um die öffentliche Gesundheit.
 

Umweltprobleme im Oberflächen- und Grundwasser wurden mit Bernhard Röhrle diskutiert, Appelle an das ökologische Verhalten jedes Bürgers gerichtet. Ein großes Problem ist nach Röhrle dabei, dass die Landwirtschaft zuviel Stickstoff durch Gülle, Gärsubstrat aus Biogasanlagen und Kunstdünger in die Böden und damit auch oft in den Wasserkreislauf einbringt. Vor allem die Schwäbische Alb sei hydrologisch ein hochsensibler Bereich mit nur 30 cm hohem Mutterboden, Gülle gerate dabei schnell ins Grundwasser. Einig waren sich Besucher und Gastgeber darin, dass es durch die Landratsämter deshalb mehr Kontrollen nicht nur der Landwirtschaft und auch Sanktionen geben müsse – alles wie auch sonst im Leben immer nach Recht und Gesetz laufen sollte, Grenzwerte immer eingehalten werden müssen. Leni Breymaier bedankte sich für die erfahrungsreichen zwei Stunden. Gewußt habe sie schon immer, dass sauberes Trinkwasser ein Menschenrecht ist – dieses öffentliche Gut niemals privatisiert werden dürfte. Gelernt habe sie, wie hochkomplex so eine Wasseraufbereitungsanlage funktioniere, „was es alles bedarf, bis immer sauberes Trinkwasser bei uns Bürgern ankommt“. Diesem Eindruck schlossen sich alle an, bedankten sich beim Abschied auch in vielen Einzelgesprächen mit Bernhard Röhrle.

 

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