Landkreis Heidenheim will Bildungsregion werden

Veröffentlicht am 18.11.2009 in Pressemitteilungen

Bereits seit gut 6 Monaten laufen die Vorbereitungen im Landkreis Heidenheim zum Start der „Bildungsregion“. Mit der Zielsetzung, das „lebenslange Lernen“ in das Bewusstsein aller Menschen im Landkreis zu verfestigen, Transparenz in das regionale Bildungsangebot zu bringen und eine Vernetzung der Träger und Einrichtungen zu schaffen, soll das Projekt demnächst starten.

Hierzu sollen nun auf Landkreisebene eine Steuerungsgruppe und ein sog. Bildungsbüro installiert werden. Die Steuerungsgruppe setzt sich aus Vertretern der Schulträger, dem Landrat und den wichtigen Partnern im Bildungssektor zusammen. Dank einer klaren Forderung der SPD-Kreistagsfraktion wird nun auch je ein Vertreter der Fraktionen des Kreistages in diesem zentralen Gremium vertreten sein. Folgende Aufgaben stehen an:
  • Vornahme eines bildungspolitischen Bestandsaufnahme im Landkreis Heidenheim
  • Erarbeitung von Vorschlägen für das Leitziel und die operativen Ziele
  • Einrichtung eines Bildungsbüros
  • Einrichtung eines Bildungsbeirates
In der Beschlussdebatte im Kreistag wurde seitens der SPD deutlich gemacht, dass es zunächst zu begrüßen sei, dass sich Land und Landkreis mit dem wichtigen Zukunftsthema „Bildung“ beschäftige. Die Ziele für die SPD sind klar:
  • für alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene optimale
  • Lernbedingungen anzubieten und damit gute Lebenschancen zu schaffen
  • eine hohe regionale Transparenz zu organisieren und Kooperationen fördern
  • für den Landkreis das Standortimage zu verbessern.
Auf heftige Kritik der SPD stieß dagegen die Absichtserklärung des Landes Baden-Württemberg, dieses wichtige Vorhaben zunächst nur für die Dauer bis 2012 mit jährlich 45.000 € zu fördern und für die nachfolgende Zeit die Fortsetzung im „Nebel“ stehen zu lassen. Diese Vorgehensweise erinnere an den kläglichen Rückzug des Landes bei der Schulsozialarbeit. Es sei sowohl eine Frage der Glaubwürdigkeit und eine Frage der Motivation für die Partner, so die SPD in ihrem Statement, dass dieses Vorhaben über das Jahr 2012 fortgeführt werde. Dazu müsse, so die Forderung der SPD, rechtzeitig dem Kreistag ein erster regionaler Bildungsbericht vorgelegt werden, damit das weitere Verfahren dann dort beraten und beschlossen werden könne. Diese Formulierungen übernahm der Kreistag in seine einstimmige Beschlussfassung. Über das weitere Vorgehen werden wir wieder berichten. Clemens Stahl Kreisrat

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